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Übergewicht beim Hund: erkennen und gesund abnehmen

Übergewicht ist bei Hunden weit verbreitet und wird von Besitzer:innen oft unterschätzt. Ein paar Kilo zu viel belasten Gelenke, Herz und Atmung und können die Lebensqualität deutlich mindern. Mit einem klaren Plan, Geduld und etwas Kreativität lässt sich das Gewicht in vielen Fällen gut in den Griff bekommen.

So erkennen Sie, ob Ihr Hund zu schwer ist

Warum Übergewicht problematisch ist

Zusätzliches Gewicht belastet die Gelenke und kann eine Arthrose begünstigen oder verschlimmern. Herz und Atmung müssen mehr leisten, was viele Hunde bei Wärme rasch an ihre Grenzen bringt; übergewichtige Hunde sind auch anfälliger für einen Hitzschlag. Fettgewebe beeinflusst zudem den Stoffwechsel und kann das Risiko für weitere Erkrankungen erhöhen. Nicht zuletzt sind Narkosen und Operationen bei stark übergewichtigen Hunden aufwendiger. Ein schlanker Hund bewegt sich meist lieber und bleibt länger fit.

Häufige Ursachen

Meist ist die Rechnung einfach: Der Hund nimmt mehr Energie auf, als er verbraucht. Futter wird nach Augenmass portioniert, Leckerli kommen von mehreren Familienmitgliedern, und Reste vom Tisch werden vergessen. Nach einer Kastration oder im Alter sinkt der Energiebedarf oft, während die Futtermenge gleich bleibt. Wenig Bewegung, etwa im Winter oder nach einer Verletzung, tut ein Übriges. Seltener stecken Erkrankungen dahinter, zum Beispiel hormonelle Störungen. Nimmt Ihr Hund trotz unveränderter Fütterung zu, sollte die Tierarztpraxis die Ursache abklären.

Was Sie selbst tun können

Lassen Sie vor dem Abnehmen von der Tierarztpraxis ein Zielgewicht und ein sinnvolles Tempo festlegen; zu schnelles Abnehmen ist ungesund. Wiegen Sie die tägliche Futtermenge mit einer Küchenwaage oder einem Messbecher ab, statt nach Gefühl zu schöpfen. Ziehen Sie Leckerli und Kauartikel von der Tagesration ab. Vereinbaren Sie in der Familie klare Regeln: Wer füttert, wann und wie viel. Ein Teil des Futters kann im Training als Belohnung dienen, etwa aus einer Leckerlitasche. Futterspielzeug, Schnüffelteppiche und ein Antischlingnapf verlängern die Mahlzeit und beschäftigen den Kopf. Steigern Sie die Bewegung langsam, zum Beispiel mit zusätzlichen ruhigen Spaziergängen und Suchspielen. Wiegen Sie Ihren Hund regelmässig, etwa alle zwei Wochen, und notieren Sie den Verlauf.

Wann zur Tierarztpraxis

Hilfreiches Zubehör für den Alltag

Beschäftigung ist beim Abnehmen genauso wichtig wie die Futtermenge. Intelligenzspielzeug und Futterbälle aus der Kategorie Spielzeug lassen den Hund für sein Futter arbeiten. Ein Antischlingnapf oder eine Futtermatte aus Näpfe & Tränken verlangsamt das Fressen. Eine Leckerlitasche aus Training & Zubehör hilft, Belohnungen aus der Tagesration zu nehmen. Für längere Spaziergänge empfiehlt sich ein bequemes, gut sitzendes Geschirr.

Häufige Fragen

Wie schnell darf mein Hund abnehmen?

Das richtige Tempo hängt von Grösse, Alter und Gesundheit ab. Lassen Sie es von der Tierarztpraxis festlegen; zu schnelles Abnehmen kann schaden.

Darf mein Hund beim Abnehmen noch Leckerli bekommen?

Ja, wenn Sie sie von der Tagesration abziehen. Viele Hunde freuen sich auch über einzelne Futterbrocken als Belohnung.

Mein Hund bettelt ständig. Was hilft?

Feste Fütterungszeiten, Futterspielzeug und konsequente Regeln für alle in der Familie. Geben Sie dem Betteln nicht nach, sondern lenken Sie mit Beschäftigung um.

Allgemeine Informationen, keine Diagnose und kein Ersatz für die tierärztliche Untersuchung. Bei Krankheitsanzeichen, Schmerzen, Atemnot, Vergiftungsverdacht oder Unsicherheit wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst.

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