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Neue Fische kaufen und eingewöhnen: Quarantäne und Umsetzen

Der Kauf neuer Fische ist ein schöner Moment, aber auch eine heikle Phase. Transport, fremdes Wasser und ein neues Revier bedeuten Stress, und mit neuen Tieren können Krankheiten ins Becken gelangen. Mit etwas Vorbereitung, einer sorgfältigen Eingewöhnung und, wenn möglich, einer Quarantäne starten Ihre Fische gesund in ihr neues Zuhause.

Vor dem Kauf

Informieren Sie sich vorab über die Fischart: Endgrösse, Gruppengrösse, Temperatur, Wasserwerte und Verträglichkeit mit Ihren bisherigen Fischen. Messen Sie die Werte in Ihrem Becken, damit Sie im Fachhandel konkret nachfragen können. Ihr Aquarium sollte vollständig eingefahren sein, siehe Einfahrphase und Wasserwerte. Kaufen Sie nicht spontan und nicht zu viele Fische auf einmal. Fragen Sie, mit welchem Futter die Fische bisher ernährt wurden und wie lange sie schon beim Händler sind. Fische, die frisch eingetroffen sind, brauchen oft noch Ruhe.

Gesunde Fische erkennen

Der Transport nach Hause

Fische werden meist in Beuteln mit etwas Luft transportiert. Fahren Sie möglichst direkt nach Hause und vermeiden Sie Umwege. Dunkelheit beruhigt die Tiere, eine Tasche oder ein Karton um den Beutel hilft. Schützen Sie den Beutel vor Hitze im Sommer und vor Kälte im Winter, eine isolierte Tasche ist eine gute Wahl. Lassen Sie den Beutel nie im Auto in der Sonne liegen. Je kürzer der Transport, desto geringer der Stress.

Die Eingewöhnung

Warum eine Quarantäne sinnvoll ist

Viele Erreger zeigen sich erst einige Tage nach dem Kauf, wenn der Transportstress die Fische geschwächt hat. In einem separaten Quarantänebecken können Sie neue Fische mehrere Wochen beobachten, bevor sie zu den anderen kommen. Dafür genügt ein kleineres Becken mit Filter, Heizstab, Thermometer und einigen Verstecken. Damit der Filter bereits nützliche Bakterien enthält, kann er vorab im Hauptbecken mitlaufen. Verwenden Sie für das Quarantänebecken einen eigenen Kescher und eigene Schläuche. Auch neue Pflanzen können Schnecken oder Erreger einschleppen; spülen Sie diese gründlich ab und beobachten Sie sie bei Bedarf ebenfalls getrennt. Zeigen sich in der Quarantäne Auffälligkeiten, lesen Sie im Ratgeber Fischkrankheiten erkennen weiter.

Wann Sie Hilfe holen sollten

Fische nie aussetzen

Sollten Sie Fische abgeben müssen, wenden Sie sich an den Fachhandel, einen Aquarienverein oder ein Tierheim. Fische, Pflanzen oder Schnecken aus dem Aquarium dürfen nie in Bäche, Seen oder Teiche gelangen. Das ist nicht erlaubt und kann heimische Tiere und Gewässer schädigen. Kescher, Thermometer und ein kleines Becken für die Quarantäne finden Sie unter Zubehör & Reinigung und Aquarien & Becken.

Häufige Fragen

Wie lange sollten neue Fische in Quarantäne?

Üblich sind mehrere Wochen. In dieser Zeit zeigen sich viele Krankheiten, die beim Kauf noch nicht sichtbar waren.

Darf das Wasser aus dem Beutel ins Aquarium?

Besser nicht. Es kann Erreger und Ausscheidungen enthalten. Setzen Sie die Fische mit einem Kescher um und entsorgen Sie das Transportwasser.

Warum verstecken sich neue Fische?

Das ist in den ersten Tagen normal. Die Tiere müssen das neue Revier erst kennenlernen. Genügend Pflanzen und Verstecke helfen ihnen, sich sicher zu fühlen.

Wie viele Fische kann ich auf einmal einsetzen?

Setzen Sie lieber kleinere Gruppen in mehreren Etappen ein. So können sich die Filterbakterien an die zusätzliche Belastung anpassen.

Allgemeine Informationen, keine Diagnose und kein Ersatz für die tierärztliche Untersuchung. Bei Krankheitsanzeichen, Schmerzen, Atemnot, Vergiftungsverdacht oder Unsicherheit wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst.

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